Göttingen

Schlimm genug, daß es so wenige von Euch für nötig halten, dort mal gewesen zu sein, wo das Examen stattfinden wird.

Noch schlimmer, daß Ihr offenbar kein Interesse habt, das Bremer Studienhaus (und meine immens wichtige Person...) kennenzulernen - wobei, das Studienhaus und auch die Uni nicht zu kennen, wirklich eine Bildungslücke ist, wenn man als Bremer etwas auf sich hält !

Das wird sich rächen, liebe Kollegen, spätestens, wenn Ihr zum Examen kommt…

Hier ein paar wichtige Günde, weshalb Bremer Theolog/inn/en grundsätzlich ein paar Semester in Göttingen zugebracht haben sollten:

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Hier gibt es den direkten Kontakt zu Euren Prüfern, der vieles bei Planungen, Absprachen und Themenwahl erleichtert.
Zum Beispiel ist es nicht zu verachten, jederzeit nachfragen oder mal eben in die Sprechstunde kommen zu können und ohne Zeitdruck alle Einzelheiten zu verhandeln. Wer in der gleichen Stadt wohnt, muß schließlich nicht alles an einem Tag erledigen.

Auch macht es gegenseitige Abstimmungen leichter, wenn sowohl Ihr selbst, als auch Eure Prüfer genau wissen, welchen Fundus an Materialien, Literatur etc. Ihr realistischerweise zur Verfügung habt.

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In der Fakultätsbibliothek liegt ein Ordner mit schon gelaufenen Klausurthemen, den die Hannoversche Fachschaft pflegt. Besonders Prüfer, die wenig Erfahrung mit Bremer Kandidaten haben, greifen gern auf diese und ähnliche Themen zurück. Der Ordner ist sehr dick. Wenn Ihr einen realistischen Eindruck daraus gewinnen wollt, müßt Ihr Euch schon ein Weilchen damit befassen.

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Fremde Tips, welche Lehrbücher etwas taugen, könnt Ihr grundsätzlich vergessen: Haltet Euch an das, was Ihr selbst richtig findet oder Eure Prüfer sagen. Alle Lehrbücher sind auf ihre Weise gut, aber jedes hat seinen eigenen Zugang. Wenn Ihr Euch Eurem Thema auf ähnliche Weise nähert wie der, der Euch beurteilen soll, oder mit Überzeugung erklären könnt, weshalb Ihr diesen und keinen anderen Ansatz bevorzugt, habt Ihr es wesentlich leichter.

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Die Uni Göttingen bietet, wie jede andere, Klausurkurse und Examensvorbereitungen an. Mit etwas Glück ist gerade einer Eurer Prüfer damit an der Reihe. Die Glückswahrscheinlichkeit kann man dadurch erheblich erhöhen, daß man nicht erst im letzten Augenblick nach Göttingen kommt.

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Auch Lerngruppen mit Leuten, die vielleicht mehr über Eure Prüfungen und Prüfer wissen, sind ein Heimvorteil.

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All die kleinen Unsicherheitsfaktoren entfallen, die normalerweise aufkommen, wenn man Zimmer- oder Telephonnummern nicht kennt, nicht weiß, wie lange oder wann welcher Bus fährt, wen man fragen kann, wo man parken darf, ob es Telephonzellen für Karten/Kleingeld oder Geldautomaten gibt, wohin man in der nicht enden wollendenden Mittagspause geht, oder wie weit es zum Campus ist.

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Last but not least: In Göttingen sitzt die Repetentin oder der Repetent der BEK ich.
Als ich diese Stelle hatte, hatte ich ein Büro in der Fakultät, wo ich gearbeitet habe und ansprechbar war. Sonst war ich auch viel im Studienhaus anzutreffen.

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