Vorfeld und Grundsätzliches

 

Grundsätzliches Labyrinth

Thema Themenwahl: Natürlich gibt es eine Menge sehr ökonomischer Möglichkeiten, die Themen aus den einzelnen Fachgebieten aufeinander zu beziehen. Das kann Synergieeffekte bringen, aber auch leicht den Eindruck erwecken, Ihr wolltet es Euch allzu einfach machen. Von den Klassikern des geringsten Widerstandes (z.B. das Buch Amos im Alten Testament) rate ich ab. Diese Themen sind derart "abgefrühstückt", daß Eure Prüfungen langweilig wirken und Ihr selbst bei wirklich guter Vorbereitung nichts ernsthaft Neues mehr zu sagen haben werdet.
Zuviel strategisches Denken ist in dieser Hinsicht eher schädlich. Konzentriert Euch lieber auf die Fragen, die Euch wirklich interessieren. Dann seid Ihr mit mehr Freunde bei der Sache und könnt vor allem bei den mündlichen Prüfungen viel überzeugender auftreten.

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Antje Thoböll (Examen im Herbst 1996) und Holger Reimschneider (Examen im Frühjahr 1997) haben anno 1997 einen Ablaufplan und kommentierende Tips zu Prüfungsordnung für das erste theologische Examen erstellt. Dieser Plan ist noch ziemlich aktuell.

Wenn Ihr Benutzerkennung und Paßwort schon habt, könnt Ihr ihn ... Hier ansehen.

Wer schon nach der neuen Examensordnung geprüft werden wird (Zwischenprüfung nach 1.10.2003), kann sie mit Benutzerkennung und Paßwort ... Hier nachlesen.

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Ihr könnt die Bibelkundeprüfung schon vor Euren eigentlichen Examina ablegen. Das ist sehr ratsam. Alles, was Ihr Euch vorher vom Leib schaffen könnt, macht Euch am Schluß die Sache leichter. Außerdem fällt Eure Leistung und damit auch die Note in der Regel besser aus, wenn Ihr ausgeruht und nur auf diese Prüfung vorbereitet antreten könnt, als wenn Ihr sie als sechste an fünf andere Prüfungen anschließen müßt.

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Sobald Ihr Euch zum Examen gemeldet habt, könnt Ihr Euch eine Bescheinigung darüber geben lassen. Am besten erbittet Ihr sie an Ort und Stelle in Bremen bei Frau Grinke. Damit habt Ihr eine schriftliche Bestätigung in der Hand, daß Ihr im Examen seid. Mit ein bißchen Glück, bringt Euch dieser Zettel eine schonendere Behandlung oder besondere Konditionen in Bibliotheken. Auf jeden Fall können diejenigen unter Euch, die ihre Examenszeit in Göttingen verbringen, sich mit diesem Nachweis einen Tisch in der Fakultätsbibliothek reservieren lassen, auf dem sie exklusiv arbeiten und auch Bücher über Nacht stehen lassen können.

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Zuhören: Geht auf jeden Fall beim Examen vor Eurem eigenen lauschen (mit Kandidat/in absprechen und unbedingt bei Herrn von Zobeltitz anmelden). Steht kein Bremer Examen zur Verfügung, versucht mal, ob Ihr bei den Hannoveranern lauschen könnt. Dazu könnt Ihr Eure zukünftigen Prüfer fragen, wann sie das nächste Mal dran sind, und ob Ihr Euch mit den Kandidaten in Verbindung setzen dürft, sofern der Prüfer bzw. die abnehmende Landeskirche selbst das Lauschen gestatten. In der Regel ist sowas möglich, aber auch hier: vorher fragen und anmelden: Nötigerweise beim Prüfenden Organ (Ausschußvorsitzende/r und Prüfer/in), anständigerweise bei den Prüflingen, die in ihrem Meldeformular ohnehin gefragt werden, ob sie mit Zuhörern einverstanden sind.

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Die meisten Prüfer haben eigene Fragedynamiken (vom Allgemeinen zum Speziellen / erstmal Text oder Quelle gliedern / Bonusfragen / solange fragen, bis der Kandidat eine Lücke hat, auch wenn er längst die 1 erreicht /

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Hört Euch auch die an, die Euch nicht prüfen werden. Bei Ihnen seid Ihr gelassener und bekommt einfach mehr mit.

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Examen zu machen, ist sehr teuer: Fahrten nach Bremen/Göttingen, Bücher kopieren, damit sie nicht im letzten Moment jemand vormerkt, Material/Kopien für Hausarbeiten, Literatur kaufen, die sonst nicht zu kriegen ist, Zugeständnisse an die Schönheit wie Mappen, Bindungen o.ä. evtl. sogar neuen Satz Klamotten für die mündlichen Prüfungen (- obwohl das keiner für nötig hält und Euch niemand einen Vorwurf macht, solange Eure Garderobe nicht provokant oder extrem nachlässig ist, kann das eigene Wohlbefinden davon profitieren, wenn man sich gut gekleidet fühlt.)

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Wenn Ihr nicht ohnehin in Göttingen seid, vergesst nicht, Euch um ein Quartier für die beiden Klausurtage und die mündlichen Prüfungen zu kümmern. Es lohnt sich, in diesem Fall beim Bremer Studienhaus anzufragen: Dort gibt es ein kleines Gästezimmer. Sollte es gerade nicht zur Verfügung stehen, helfen Frau Weber und ich auch gerne, eine andere Möglichkeit für Euch zu finden.

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Die Bremer Landeskirche gibt Euch zum Examen einen Büchergutschein (110,- wie den zur Zwischenprüfung). In dem Bremer Buchladen, für den er gilt, könnt Ihr Euch auch Sachen bestellen lassen, die sonst nicht so üblich sind (z.B. Literatur für Eure Spezialthemen).

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Je länger das Examen dauert, desto mehr seid Ihr ausgelaugt und desto weiter entfernt Ihr Euch von der "normalen" Realität. Wer das selbst durchgemacht oder mitangesehen hat, versteht Euch in der Regel. Aber erwartet nicht, daß jedem unmittelbar einsichtig wird, warum Ihr überreizt, mürrisch/panisch und vielleicht auch ungerecht seid, nur weil Ihr erwähnt, gerade im Examen zu sein. Viele Leute stellen sich darunter etwas vor, für das man 3 Wochen lernt, und finden ab der 4ten Woche die "Ausrede" langweilig.

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Dazu kommt eine besondere Art von Dusseligkeit, die gegen Ende Eures halben Jahres Dauerstreß aufkommt und meist einen Rattenschwanz von Pech hinter sich her zieht: Vase zerschmissen > Oma sauer > Familienfest ruiniert > Opa Herzanfall Na ja - nicht ganz so extrem, aber für solche Dinge seid Ihr in der Examensendphase besonders anfällig. Plant also mehr Zeit und Geld ein, vermeidet lange Autofahrten, kündigt nicht gerade Eure Haftpflichtversicherung und versucht selbst gelassen zu bleiben, wenn etwas nicht so läuft wie gewöhnlich.

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DON'T PANIC !

Kein Mensch ist völlig gelassen gegenüber dem Examen. Im Gegenteil: Gerade diejenigen, die gute Examina machen, haben in der Regel die meiste Angst.

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Weder altgediente Pastoren, wie Louis-Ferdinand v. Zobeltitz und Joachim Stoevesandt, noch ausgewachsene Professoren, wie Eure Prüfer, haben es nötig, Euch unnütz Steine in den Weg zu legen.
Wenn nichts wirklich Ungewöhnliches passiert, könnt Ihr mit Verständnis und Wohlwollen rechnen.

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